Methodenlehre und Arbeitstechnik

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Rezension von Georg Nowotny zur Juristische Methodenlehre

Rezension von Georg Nowotny zur Juristische MethodenlehreZur gesetzeskonformen Rechtsanwendung

Das Hauptanliegen des Werks ist mit der genannten Zweckrichtung im Vorwort klar umrissen:

Es geht dem Auto darum, Rechtsanwender – angesprochen fühlen müssen sich wohl in erster Linie die Gerichte und dabei wiederum besonders die Höchstgerichte – dazu zu bringen, sich bei der Gesetzesauslegung an die gesetzlichen Vorgaben, nämlich die §§ 6 f ABGB entsprechender Normen auf keinen positivierten Regeln basiere. Diese Bestimmungen würden nur mehr selten beachtet und so könne der Rechtsanwender etwa mit den Mitteln der „umfassenden Interessenabwägung“ oder des „beweglichen Systems“ fast alles machen. Der Jurist habe aber Diener des Gesetzes zu sein und sei kein Ersatzgesetzgeber. Wenn – statt der Beachtung der §§§ 6 f ABGB – zum gewünschten Ergebnis die passende Methode gesucht werde, sei Rechtssicherheit und das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit in Gefahr. Dabei gehe es um das Legalitätsprinzip, die Gewaltenteilung und die Rechtsstaatlichkeit.

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Zu den gesetzlichen Grenzen der Analogie

Zu den gesetzlichen Grenzen der AnalogieÜber dem ABGB muss die Analogie wohl grenzenlos sein!

Nach wie vor ist die Methodenlehre ein Stiefkind in der juristischen Ausbildung. In JAP 2021/2022, 4 ff stand die Rangordnung der Interpretationsmethoden im Fokus. Im folgenden Beitrag geht es um die weitere zentrale Frage der Grenzen analoger (sinngemäßer) Anwendung.
Obwohl die juristische Methodenlehre gerade auch für die juristische Praxis von höchster Bedeutung ist, wird dieser an den Universitäten bisher viel zu wenig Augenmerk geschenkt. Bei der Methodenlehre geht es nicht – wie manche glauben – um bloß theoretisch-akademische Spitzfindigkeiten, sondern um gesetzestreue Rechtsanwendung. Sie bestimmt über den konkreten Inhalt der Rechtsordnung und damit letztlich über „Sieg“ oder „Niederlage“ im Prozess. Ziel dieses Beitrags ist es, zum besseren Verständnis der Methodenlehre 1) beizutragen und dabei insbesondere auch die restriktiven gesetzlichen Grenzen der Analogie aufzuzeigen.

Von Ferdinand Kerschner und Timna Kisch

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Wissenschaftliche Arbeitstechnik

Wissenschaftliche Arbeitstechnik7. Auflage

Die 7. Auflage des österreichischen Standardwerks zur wissenschaftlichen Arbeitstechnik zeigt dem Juristen die Wege zum Erfolg bei Dissertationen, Diplom-, Master- und Bachelor-, aber auch Seminararbeiten auf. Als Arbeitsbuch ist es ein ständiger und verlässlicher Begleiter bis zum erfolgreichen Abschluss jeder Arbeit. Leicht findet man Zugang zur gerade aktuellen Arbeitsphase. Checklisten und Wiederholungsfragen erleichtern eine rasche Orientierung. Unsicherheiten beim Zitieren, Abkürzen (eigenes vollständiges Abkürzungsverzeichnis!) und bei Fußnoten werden geklärt. Auch methodische Arbeitsmittel und Auslegungsregeln bilden unentbehrliche Hilfen bei der wissenschaftlichen Arbeit. Viele praktische Tipps bei der Verwendung der IT, insbesondere von Rechtsdatenbanken, Literatur- und Judikaturverwaltungsprogrammen und beim Anlegen von Literatur-, Stichwort- und Abkürzungsverzeichnissen) helfen, wertvolle Zeit zu sparen.

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Juristische Methodenlehre

Juristische MethodenlehreZur gesetzeskonformen Rechtsanwendung – eine Streitschrift

Das Werk Kerschner, Juristische Methodenlehre (ML) ist sowohl Studienhandbuch und Handbuch für die juristische Praxis als auch eine rechtswissenschaftliche methodologische Streitschrift.

Warum Studienbuch? Die ML tritt meist nur am Studienanfang ins Blickfeld der Studierenden. Da kann man damit noch nichts oder kaum etwas anfangen. Zudem wird ganz überwiegend deutsche, im rechtsfreien Raum schwebenden ML vorgetragen. …

Warum Handbuch für juristische Praxis? Weit verbreitet ist es auch in der österreichischen Jurisprudenz, jeweils im Einzelfall vom (gewünschten) Ergebnis her zu argumentieren. Dann sucht man dafür die passende Methode. …

Warum methologische Streitschrift? Selbst in der Rechtswissenschaft ist man heute oft geneigt, einfach eine „analogiefähige“ Norm zu suchen, wenn einem das positivierte Ereignis nicht passt. …

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Die Rangordnung der Interpretationsmethoden

Die Rangordnung der InterpretationsmethodenVon Ferdinand Kerschner und Wolfgang Mayr

Die juristische Methodenlehre ist von größter Relevanz für alle Juristen und Juristinnen und alle, die dies werden möchten. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit einer der elementarsten Fragen der gegenständlichen Disziplin:
In welcher Rangfolge stehen die verschiedenen Interpretationsmethoden zueinander?

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Das Buch ist das österreichische Standardwerk für das Verfassen juristischer wissenschaftlicher Arbeiten. Es liefert Studierenden und wissenschaftlich Tätigen unentbehrliche Hinweise zu Themen- und Materialsuche, Gliederung, Zitierregeln, Abkürzungen, Fußnoten und zur juristischen Methodenlehre. Eine Fibel zur Vermeidung von Plagiaten. ... erfahren Sie mehr
Die lex-lata-Grenze: Zentrales Element des gewaltenteilenden Rechtsstaates oder bloße Chimäre? Gesetzesbindung und ABGB, in Fenyves/Kerschner/Vonkilch (Hrsg), 200 Jahre ABGB 119 ff ... erfahren Sie mehr
3. Auflage des von Dr. Heinrich Klang begründeten Kommentars zum Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch - Sonderdruck. ... erfahren Sie mehr

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